Palliativmedizin – Hospiz

Wie kann man den Dienst in Anspruch nehmen?


Ambulante Hospizdienste
Patienten oder Angehörige können selbst Kontakt aufnehmen. Ambulante Hospizdienste in der metropolregion Rhein-Neckar finden Sie hier. Weitere Adressen in Deutschland erhalten Sie über den Deutschen Hospiz- und Palliativverband e.V. (www.hospiz.net). Pflegeleistungen sowie Hausarbeit werden von ambulanten Hospizdiensten nicht übernommen.
Palliativstationen
In der Regel ist eine Überweisung durch einen niedergelassenen Arzt oder Klinikarzt erforderlich. Der Aufenthalt dient der Behandlung akuter Beschwerden und der Klärung einer angemessenen und notwendigen Anschlussbetreuung, möglichst zu Hause.
Ambulante Palliativversorgung
Die Inanspruchnahme eines ambulanten Palliativdienstes erfolgt in der Regel auf Überweisung oder Verordnung eines niedergelassenen Arztes oder Klinikarztes. In Ausnahmefällen können Patienten oder Angehörige selbst Kontakt mit dem Dienst aufnehmen. Die Angebote reichen von Beratungsleistungen über Pflege bis hin zur umfangreichen medizinischen Versorgung. Palliative Einrichtungen in der Metropolregion Rhein-Neckar finden Sie hier. Weitere Adressen in Deutschland erhalten Sie über die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (www.dgpalliativmedizin.de).

Kommentar zur ambulanten Palliativversorgung:
Auch nach drei Jahren gesetzlichen Anspruchs auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) bleiben den meisten Schwerstkranken die dringend benötigten Leistungen weiterhin vorenthalten. Der Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur, die medizinische, pflegerische und psychosoziale Unterstützung durch ambulante Palliative-Care-Teams vorsieht, ist bisher nicht einmal ansatzweise gelungen. Ursprünglich war der Gesetzgeber davon ausgegangen, dass ab 2010 jedes Jahr rund 80.000 Sterbende erreicht werden. Tatsächlich haben im vergangenen Jahr aber nicht einmal 4.000 Menschen SAPV-Leistungen erhalten.

 

Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung rief die Politik deshalb zum wiederholten Male auf, aktiv zu werden. Patienten, die Schwierigkeiten haben, ihr Recht auf SAPV durchzusetzen, bietet die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung unentgeltlich fachkundige Unterstützung an.

Die Patientenschutzorganisation weist darauf hin, dass die Möglichkeit besteht, Ansprüche gegebenenfalls direkt gegenüber der Krankenkasse geltend zu machen und sich SAPV-Leistungen bezahlen zu lassen, auch wenn kein Vertrag zwischen der Kasse und potenziellen Leistungserbringern vor Ort besteht.